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Kunst & Kultur Drucken E-Mail

Zur Kolonialzeit prägten die wohlhabenden Plantagenbesitzer, Einwanderer aus Europa, das kulturelle Leben auf Mauritius. Literatur, Musik und Malerei waren zu diesem Zeitpunkt ein Importgut. In dieser Zeit betrachteten die gebildeten Mauritier Frankreich als den Mittelpunkt des kulturellen Schaffens.

Ab dem 20.Jahrhundert entwickelte sich auf Mauritius langsam eine eigenständige Kultur. Der Multikulturelle Reichtum der Insel war ein guter Nährboden für neue Stilrichtungen und Ausdrucksformen, welche einen wichtigen Beitrag bei der Suche nach der eigenen kulturellen Identität lieferten. Die Wurzeln dieser neuen und vielfältigen Kulturidentität liegen in den Traditionen aus Afrika, Asien und Europa.

Vermehrt pflegen heute die unterschiedlichsten Volksgruppen auf Mauritius ihre Traditionen. So unterrichten Tanzschulen die traditionelle Séga, wie auch den indischen Tanz, oder das klassisches Ballet. Auch die Chinesische Oper wird gepflegt. Die verschiedenen Kulturaktivitäten werden von den unterschiedlichen, staatlich unterstützen ethnischen Zentren, gefördert.

Séga

Die traditionelle Séga, ein musikalisches Spiegelbild der eigenständigen Entwicklung der kreolischen Kultur auf Mauritius. Diese Musikform mit ihren typischen Instrumenten ist in keinem anderen Afrikanischen Land bekannt, weshalb man heute davon ausgehen kann, dass sich die Séga zu Sklavenzeiten, durch die Vermischung unterschiedlicher Musiktraditionen der Sklaven entwickelt hat.

Die ursprüngliche Séga mit ihren poetischen Texten, erzählt meist von den alltäglichen Sogen und Wünsche der Menschen, über Liebe Not und Leidenschaft. Der Rhythmus der traditionellen Séga wurde früher besonders durch das Musikinstrument Bobre geprägt, die heute jedoch fast nicht mehr anzutreffen ist.

Die Bobre besteht aus einer Metallsaite, die über einen Holzbogen gespannt wird, auf dem ein hohler Kürbis als Resonanzkörper angebracht ist. Mit einem Holzstab wird die Saite geschlagen, wodurch der ursprüngliche Rhythmus erzeugt wird.

Die weiteren Instrumente, die auch heute noch verwendet werden, sind die Ravanne, eine grosse und flache Trommel, der Triangel und die Maravane, ein flacher mit Linsen, Bohnen oder Kieselsteinen gefüllter Behälter, welcher im Rhythmus geschüttelt wird.

Beim Tanz umwerben sich hüftschwingend Mann und Frau zu den exotischen Klängen der Séga. Die Frauen tragen dabei weite, farbenrohe Röcke und taillenfreie Oberteile. Die Männer tragen knielange, enge Hosen mit mit einem weiten, langärmeligen Hemd. Schuhe werden keine getragen. Fast jedes Hotel auf Mauritius veranstaltet regelmässig Ségaabende, manchmal sogar in romantischer Stimmung bei einem Lagerfeuer am Strand. In letzter Zeit werden in den Hotels vermehrt modern gestaltete Ségavorführungen präsentiert, welche mit unter vom ursprünglich beschriebenen Bild stark abweichen können.

Als einer der letzten grossen Séga-Sänger gilt der 1992 verstorbene Ti Frère, der noch heute von vielen verehrt wird. Seine poetischen Texte über das ursprüngliche Leben, verzaubern auch heute noch seine Zuhörer und lassen einen Blick in Vergangenheit zu. Ti Frère war einer der letzten Musiker, der die traditionelle Séga mit den ursprünglichen Instrumenten für die Zukunft erhalten hat.

Die zeitgenössische Séga wird heute mit elektronische verstärkten Musikinstrumenten wie Gitarre, Schlagzeug und Keyboard unterstützt. Die Texte beinhalten heute aktuelle Themen wir Umweltschutz, Klassenunterschiede oder Völkerverständigung und nach wie vor, auch die Hoffnungen der Menschen. In jüngster Zeit verbinden Musiker wie Natty Rebels oder Racine Tatane die Séga und Reggae zu einem neuen Musikstil, der sich inzwischen unter dem Namen Séggae sehr beiliebt macht.

Indische Musik

Musik und Tanz der Inder, der grössten Volksgruppe auf Mauritius, war bis in die siebziger Jahre fast in Vergessenheit geraten. Erst durch die Initiativen Indiens, entsprechender finanzieller Unterstützungen und dem Einsatz namhafter Lehrer und Künstler, konnten Musik-und Tanzschulen auf Mauritius errichtet werden. So werden heute neben der Séga auch indische Abende in Hotels organisiert, wo die Tänzer in kunstvollen Kleidern zur indischen Musik tanzen.

Auch im Radio hat die indische Musik inzwischen einen festen Platz eingenommen, wenn auch in modernen Versionen, wie man sie auch in Hindi-Filmen hören kann. Diese modernen Musikformen haben mit der traditionellen indischen Musik nicht mehr viel gemeinsam. Der Grossteil aller indischen Musikproduktionen welche auf Mauritius zu hören sind, stammen jedoch nach wie vor aus Indien.

Literatur

Auf Mauritius ist man sehr stolz auf seine Literaturszene, wenn auch noch kein Literat eine internationale Anerkennung bekommen hat. Dennoch liefern sie wichtige Beiträge zum Kulturleben auf Mauritius. Der Grossteil der Bücher erschein in Englisch oder Französisch. Die kreolische Sprache, aber auch die indische wird in der Literatur kaum umgesetzt.

Drei Schriftstellervereinigungen kümmern sich um die Literatur, wobei sich eine um die englisch schreibenden Autoren, die zweite um die französisch schreibenden Autoren und nicht zuletzt, sich die dritte und kleinere Vereinigung um die mauritischen Literaten, unabhängig in welcher Sprache sie schreiben, kümmert.

Allgegenwärtig sind Paul und Virginie, die Hauptfiguren in einem rührenden Liebesroman von Bernardin de St. Pierre, einem französischen Dichter, der zwischen 1768 und 1770 auf Mauritius lebte. Dieser Roman gilt als berühmtestes literarisches Werk über Mauritius.



Malerei

Die kulturelle Eigenständigkeit erkennt der Betrachter am deutlichsten in der Malerei. Hier prägen naive, farbenfrohe und üppige Darstellungen aus der Natur und vom alltäglichen Leben die Kunstszene. Allen voran war der mauritische Maler Malcolm de Chazal (1902-1981) federführend. Weit über die Insel hinaus, wurden inzwischen die in leuchtenden Farben gemalten Bilder von Vaco Baissac bekannt. Kunstdrucke dieser Künstler und die Arbeiten weiterer Maler werden von verschiedenen Galerien auf der Insel angeboten.

 

Architektur

villa_eureka_05.jpgvilla_eureka_03.jpgDie einstige Pracht der Kolonialvillen ist vielfach dem Verfall preisgegeben, oder wurde bereits von den immer wiederkehrenden heftigen Wirbelstürmen (Cyklone) zerstört. Nur wenige der einst prunkvollen, aus Holz gebauten alten Kolonialhäuser, wurden durch aufwendige Restaurationen der Nachwelt erhalten.

Die typische Inselarchitektur zu Zeiten der Kolonialherrschaft kann man heute noch an der Villa Eureka bei Moka nachvollziehen. Dieses prachtvolle Holzgebäude mit umlaufender Veranda ist im ursprünglichen Baustil erhalten geblieben und dient heute als Museum. Im innern kann die stilvolle Einrichtung des 19. Jahrhunderts heute noch bewundert werden.

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 23. June 2016 )
 

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